Bi­blio­thek­s­in­dex für wis­sen­schaft­li­che Bi­blio­the­ken (BIX-WB)

Der Bibliotheksindex BIX war ein freiwilliger Kennzahlenvergleich für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken. 1999 von der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) entwickelt, wurde der BIX in den Jahren 2005 bis 2015 vom dbv zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (knb) durchgeführt. Aufgrund des Fehlens eines langfristig tragfähigen Finanzierungsmodells entschloss sich der dbv,  den BIX mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des Jahres 2015 einzustellen.

Ziel des BIX war es, einen bundesweiten Leistungsvergleich von Bibliotheken anhand bestimmter Kennzahlen kurz, prägnant und dennoch in aussagekräftiger Form zu ermöglichen. Für die wissenschaftlichen Bibliotheken wurden dazu 17 Kennzahlen  – vier sogenannten "Zieldimensionen" Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung zugeordnet – erhoben.

Die Universitätsbibliothek Paderborn nahm von 2004 bis 2015 an dem bundesweiten Leistungsvergleich im Bereich der wissenschaftlichen Bibliotheken (BIX-WB) teil und machte dadurch ihre Leistungsfähigkeit nach außen und innen transparent. Sie erreichte in der Kategorie der einschichtigen Universitätsbibliotheken jeweils gute Ergebnisse und Platzierungen.

Seit 2012 wurden die Ergebnisse in Form eines Ratings präsentiert, wobei die Daten aller Bibliotheken in Deutschland im Hintergrund als Vergleichsrahmen herangezogen wurden. Für jede Teilnehmerbibliothek wurde so ermittelt, ob sie in den Zieldimensionen jeweils im oberen, mittleren oder unteren Drittel aller vergleichbaren Bibliotheken in Deutschland lag. Versinnbildlicht wurde das jeweilige Ergebnis durch die Farbgebung Gold (Top-Gruppe), Hellblau (Mittelgruppe) und Dunkelblau (Schlussgruppe). Aus den Ergebnissen der vier Zielgruppen ergab sich die Zahl der BIX-Tops (Sterne) einer Bibliothek. Für jede Platzierung in der Top-Gruppe erhielt die teilnehmende Bibliothek einen Stern, für jede Platzierung in der Mittelgruppe einen halben Stern. Maximal konnten vier BIX-Tops (viermal Top- oder Goldgruppe) erreicht werden. Anhand der Zahl der Sternchen ließ sich schnell erfassen, in wie vielen Zieldimensionen sich eine Bibliothek in der TOP-Gruppe etablieren konnte. Die Ergebnisse der UB Paderborn in den Jahren 2012 bis 2015:

Jahr Gesamt Angebote Nutzung Effizienz Entwicklung
2015 *** Mittelgruppe Mittelgruppe Top-Gruppe Top-Gruppe
2014 *** Mittelgruppe Mittelgruppe Top-Gruppe Top-Gruppe
2013 *** Mittelgruppe Mittelgruppe Top-Gruppe Top-Gruppe
2012 *** Mittelgruppe Mittelgruppe Top-Gruppe Top-Gruppe

Bis einschließlich 2011 war der BIX als Ranking aufgebaut, wobei anhand von Punktzahlen für jede teilnehmende Bibliothek eine genaue Platzierung innerhalb der Zieldimensionen und im Gesamtranking ermittelt wurde. Den Vergleichsrahmen bildeten allein die Daten der übrigen Teilnehmerbibliotheken.

Die Platzierungen der UB Paderborn im BIX für die Jahre 2004 bis 2011 unter allen teilnehmenden "einschichtigen" Universitätsbibliotheken in Deutschland im Überblick (in Klammern jeweils die Platzierung unter den teilnehmenden einschichtigen Universitätsbibliotheken in Nordrhein-Westfalen):

Jahr Gesamtrang Rang Angebote Rang Nutzung Rang Effizienz Rang Entwicklung
2011 8 (3) 12 (3) 7 (3)  6 (2) 11 (3)
2010 10 (3) 13 (3) 12 (3) 12 (2)  8 (3)
2009 9 (3) 14 (3) 7 (2) 17 (1) 13 (3)
2008  8 (2) 11 (3)  6 (2) 16 (2) 14 (2)
2007 8 (1) 11 (3) 14 (2) 7 (1) 7 (1)
2006 11 (2) 8 (3) 21 (3) 12 (1) 3 (1)
2005 9 (1) 5 (2) 20 (2) 12 (2) 6 (1)
2004 9 (2) 7 (2) 20 (3) 10 (2)

2 (1)

Er­geb­nis­se 2015

Universitätsbibliothek Paderborn punktet erneut im nationalen Vergleich mit anderen Bibliotheken

Die Universitätsbibliothek (UB) Paderborn misst sich im Rahmen des Benchmarkingsystems "Bibliotheksindex BIX" seit 2004 mit anderen wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland. Erneut verzeichnet die UB Paderborn hervorragende Ergebnisse in den beiden Dimensionen Effizienz und Entwicklung. Hier gehört sie zur TOP-Gruppe aller Hochschulbibliotheken in Deutschland. In den beiden anderen im BIX gemessenen Zieldimensionen Angebot und Nutzung liegt sie wie in den vergangenen Jahren im Mittelfeld.

Zu der guten Positionierung der UB Paderborn tragen ihre sehr langen Öffnungszeiten im Umfang von 107 Stunden pro Woche bei. Das sind die sechstlängsten Öffnungszeiten aller am BIX-WB teilnehmenden Bibliotheken.

Positiv wertet der BIX auch den hohen Ausgabenanteil der Bibliothek für elektronische Medien und Dienstleistungen. 68,7 % ihres Erwerbungsetats investierte sie in die Erwerbung und Bereitstellung elektronischer Medien, was deutschlandweit den fünftbesten Wert und im NRW-Vergleich den zweitbesten Wert darstellt.

Positiv wirkt sich im BIX die intensive Nutzung der elektronischen Informationsmedien der Bibliothek aus - Datenbanken, elektronische Zeitschriften und Bücher, elektronische Seminarapparate u. a. m.: Hier erreicht sie mit über 1,165 Millionen Zugriffen im Jahr den höchsten Wert aller nordrhein-westfälischen Hochschulbibliotheken, deutschlandweit den drittbesten Wert.

Obgleich das Angebot an elektronischen Informationsmedien immer umfangreicher und deren nicht an Ort und Öffnungszeiten der Bibliothek gebundene Nutzung immer intensiver wird, erweist sich der reale 'Ort der Bibliothek' weiterhin als der zentrale Lern-, Arbeits- und Kommunikationsort der Universität.

Die in den letzten Jahren kontinuierlich steigende Tendenz bei der Anzahl der Bibliotheksbesuche sowie Ausleihzahlen setzte sich in 2014 weiter fort: Jeder primäre Nutzer (Wissenschaftler und Studierende der Universität) besuchte im Durchschnitt 64-mal im Jahr die Bibliothek. Mit insgesamt mehr als 1,3 Millionen Besuchern und mehr als 2,1 Millionen Entleihungen wurden 2014 neue Rekordzahlen für die UB erreicht.

Im BIX werden aber auch zwei von der UB alleine nicht behebbare Problembereiche sichtbar: Zum einen handelt es sich um die unterdurchschnittliche Ausstattung der Bibliothek mit Literatur-Erwerbungsmitteln. Obwohl die UB 2014 zusätzlich zu ihrem Budget weitere Mittel von der Universität bzw. den Fakultäten, Departments bzw. Instituten zur Verfügung gestellt bekam, schnitt sie hier schlecht ab: Umgerechnet standen für jeden primären Nutzer für das gesamte Jahr lediglich 124 Euro zum Erwerb neuer Informationsmedien (Datenbanken, elektronische und gedruckte Bücher und Zeitschriften u. a. m.) zur Verfügung. Zum anderen handelt es sich um die deutlich unterdurchschnittliche Personalausstattung der UB, das heißt die Anzahl der Mitarbeitenden, die zur Erbringung der vielfältigen Dienstleistungen der UB, von der Erwerbung und Bereitstellung sowie Ausleihe von Medien über die Beratungen und Schulungen, die Betreuung von Seminarapparaten, die Digitalisierung von Medien u. a. m. und für die Weiterentwicklung neuer, zukunftsfähiger Dienstleistungen zur Verfügung stehen.

"Der BIX ist eines der Instrumente, die uns helfen, ein transparentes Bild unserer Leistungsfähigkeit und Anhaltspunkte für weitere Qualitätssteigerungen zu erhalten", erläutert Bibliotheksdirektor Dr. Dietmar Haubfleisch. "Wir freuen uns über die hohe Leistungsfähigkeit der Bibliothek und die hohe Akzeptanz bei unseren Nutzerinnen und Nutzern. Wir erkennen, dass wir strategisch sehr gut aufgestellt sind. Der BIX zeigt uns aber auch eindrücklich, wo der Schuh drückt und was zu tun ist.", erklärt er weiter.

Hintergrundinformation zum BIX:

Am Bibliotheksindex BIX 2015 haben 64 wissenschaftliche Bibliotheken - darunter 42 Universitätsbibliotheken in zwei Klassen - teilgenommen. Der BIX-Bibliotheksindex misst die Leistungsfähigkeit von öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken anhand bestimmter Kennzahlen.

Er­geb­nis­se 2011

Die besten Bibliotheken Deutschlands: Universitätsbibliothek Paderborn bundesweit auf Platz 8

Beim diesjährigen deutschen Bibliotheksranking, dem BIX - Bibliotheksindex für wissenschaftliche Bibliotheken, hat die Universitätsbibliothek Paderborn den 8. Platz in der Kategorie der einschichtigen Universitätsbibliotheken belegt. Sie konnte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um zwei Plätze verbessern. Im Bereich Effizienz liegt sie sogar auf Platz 6, im Bereich Nutzung auf Platz 7. Im Vergleich mit anderen wissenschaftlichen Bibliotheken in Nordrhein-Westfalen belegt sie wie im Vorjahr den 3. Platz.

Bereits seit acht Jahren führen der Deutsche Bibliotheksverband und die Bertelsmann Stiftung den Leistungsvergleich für wissenschaftliche Bibliotheken durch. 33 einschichtige Universitätsbibliotheken lieferten in 2011 Daten zu ihren Angeboten, zu Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotential. Der BIX berechnete daraus 17 Leistungsindikatoren und erstellte eine Rangliste. Die Teilnahme am BIX ist freiwillig. Allen Teilnehmern gemeinsam ist ein hohes Leistungsbewusstsein und der Wunsch nach mehr Transparenz.

Bestmögliche Unterstützung der Studierenden sowie der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Paderborn, aber auch der zahlreichen externen Nutzerinnen und Nutzern aus Stadt und Region, in allen Fragen der Literatur- und Informationsversorgung - mit dieser Strategie hat die Universitätsbibliothek Paderborn den 8. Platz im BIX in der Kategorie der einschichtigen Universitätsbibliotheken erreicht.

Herausragend ist das diesjährige Ergebnis der Bibliothek insbesondere in den Bereichen Nutzung und Effizienz: Im NRW-Landesvergleich erweist sie sich als die kosteneffizienteste, im bundesweiten Vergleich als dritteffizienteste Bibliothek.

1,16 Mio. (physische) Bibliotheksbesuche pro Jahr und über 2 Mio. Zugriffe auf die elektronischen Angebote der Bibliothek verdeutlichen die starke Nachfrage nach den Angeboten der Bibliothek und zeugen von einer außergewöhnlich hohen Kundenbindung. Bei der Anzahl der virtuellen Besuche pro Nutzer, also der Zugriffe auf das elektronische Angebot, liegt die UB Paderborn bundesweit auf Platz 2. Diese hohen Zugriffszahlen bestätigen, dass die Universitätsbibliothek hier die richtige Erwerbungsstrategie für die Belange von Studium, Lehre und Forschung betreibt. Der Ausgabenanteil für elektronische Medien erreicht im Bundesvergleich seit Jahren Spitzenplätze. Mit 62,33% überschreitet dieser Wert erstmals die 60%-Marke. Im nordrhein-westfälischen Landesvergleich investiert keine Universitätsbibliothek einen höheren Etat-/Ausgabenanteil für elektronische Medien.

Weiterer Garant für den Erfolg der Universitätsbibliothek sind ihre - über dem Bundesdurchschnitt liegenden - langen wöchentlichen Öffnungszeiten von 7:30 bis 24 Uhr sowie von 9:00 bis 21 Uhr an den Wochenenden.

"Exzellente Forschung, Lehre und Studium benötigen eine sehr gute Informationsinfrastruktur, und diese wird mit der Universitätsbibliothek als Wissens- und Informationsportal gewährleistet", so der leitende Bibliotheksdirektor Herr Dr. Haubfleisch. "Das gute Abschneiden der Universitätsbibliothek zeigt, dass unsere Anstrengungen, Angebote und Dienstleistungen der UB kontinuierlich zu verbessern, erfolgreich sind".

Leider zeigen die Ergebnisse wie in den Vorjahren, dass die Personal- und Raumausstattung weit unterhalb der vergleichbarer Bibliotheken liegt: Mit lediglich 4,4 Mitarbeitern pro 1.000 Nutzer sowie 415 qm Benutzungsbereich pro 1.000 Nutzer weist sie bei beiden Indikatoren die niedrigsten Werte im Landesvergleich NRW auf. Mit ihrem Raumangebot liegt die UB deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Eine Erweiterung, die den räumlichen Anforderungen an eine moderne Universitätsbibliothek mit attraktiven, modernen Lern- und Arbeitsplätzen entspricht, bleibt das dringlichste Anliegen der Universitätsbibliothek.

Er­geb­nis­se 2010

Universitätsbibliothek Paderborn weiterhin unter den TOP 10 der Universitätsbibliotheken in Deutschland

Der Bibliotheksindex (BIX) für wissenschaftliche Bibliotheken zeigt anhand von 17 Indikatoren die Stärken und Schwächen der bibliothekarischen Dienstleistungen auf und untersucht die Rahmenbedingungen der teilnehmenden Bibliotheken.

Die Universitätsbibliothek (UB) Paderborn nimmt seit 2004 - nun zum siebten Mal in Folge - an dem BIX-Ranking teil, um sich mit anderen Bibliotheken zu messen und dadurch ein transparentes Bild ihrer Leistungsfähigkeit und Anhaltspunkte für weitere Qualitätssteigerungen zu erhalten.

Die Universitätsbibliothek Paderborn erzielte in der Gruppe der Bibliotheken einschichtiger Bibliothekssysteme unter 35 Vergleichsbibliotheken den 10. Rang. Im NRW-Landesvergleich belegt sie wie im Vorjahr den 3. Platz.

Das Ergebnis zeigt, dass die UB strategisch sehr gut aufgestellt ist. Im Einzelnen beruht die gute Positionierung u.a. auf folgenden Faktoren:

Im Bereich "Angebote" besticht die UB wie in den Vorjahren durch sehr lange Öffnungszeiten im Umfang von 107 Stunden pro Woche, die sechstlängsten Öffnungszeiten aller am BIX-WB teilnehmenden Bibliotheken, die drittlängsten Öffnungszeiten aller am BIX-WB teilnehmenden NRW-Bibliotheken.

Darüber hinaus punktet die UB in der Zieldimension "Angebote" durch einen hohen Ausgabenanteil für elektronische Medien und Dienstleistungen. 58,39 % ihres Erwerbungsetats investierte sie in die Erwerbung und Bereitstellung elektronischer Medien und Dienstleistungen, was deutschlandweit den dritthöchsten Wert darstellt, im NRW-Vergleich belegt sie damit den Spitzenplatz.

Einen hohen Stellenwert bei den Kundinnen und Kunden der UB nimmt die Nutzung der elektronischen Angebote der Bibliothek - Datenbanken, elektronische Zeitschriften und Bücher, elektronische Seminarapparate u.a.m. - ein: Hier erreicht sie mit 155 virtuellen Besuchen pro primärer Nutzer den höchsten Wert aller nordrhein-westfälischen Hochschulbibliotheken, deutschlandweit den sechstbesten Wert.

In der Zieldimension "Zukunftsorientierung" ("Entwicklung") verbesserte die UB ihre Position gegenüber dem Vorjahr von Rang 13 auf Rang 8, im Vergleich der NRW-Bibliotheken liegt sie auch in 2009 weiterhin auf Rang 3.

Im Bereich "Effizienz", der auf den Einsatz der Personalressourcen der Bibliotheken abhebt, punktete die UB als zweiteffizienteste NRW-Bibliothek, im Vergleich aller teilnehmenden Bibliotheken verbesserte sie sich bundesweit von Rang 17 auf Rang 12.

Die UB ist zentraler Lern-, Arbeits- und Kommunikationsort der Universität. Auch der diesjährige BIX-Vergleich führt drastisch vor Augen, was insbesondere die Studierenden täglich erleben, dass die Größe der Bibliothek deutlich unzureichend ist. Hier kann nur auf die für die nächsten Jahre avisierten Erweiterungen der Bibliotheksflächen gehofft werden.

Dass die in den letzten Jahren kontinuierlich steigende Tendenz bei den Bibliotheksbesuchen sowie Ausleihzahlen in 2009 etwas abgebremst wurde, hat mit den mehrmonatigen Umbau- und Sanierungsarbeiten zu tun, die in nahezu allen Bereichen der UB durchgeführt wurden und teilweise zu erheblichen Belastungen für die Kundinnen und Kunden wie auch den Mitarbeitenden der Bibliothek geführt hatten (Verschlechterung in der Zieldimension Nutzung von Rang 7 auf Rang 12, im NRW-Landesvergleich von Rang 2 auf Rang 3).

Der zweite, seit Jahren bekannte und durch das Engagement der UB alleine nicht beseitbare Problembereich stelle die zur Verfügung stehenden Literaturerwerbungsmittel dar. Obgleich der UB in 2009 in vergleichsweise hohem Umfang Studienbeitragsmitteln der Universität bzw. der Fakultäten und Departments bzw. Institute zur Verfügung gestellt wurden, änderte dies nichts am unterdurchschnittlich schlechten Abschneiden der UB beim Indikator "Ausgaben für Literatur/Information pro primäre Nutzer".

Er­geb­nis­se 2009

Universitätsbibliothek und Stadtbibliothek Paderborn in Deutschland und NRW auf vorderen Plätzen

Bibliotheken haben die Aufgabe, die Informationsversorgung für Bildung und Weiterbildung, Studium, Wissenschaft und Forschung sicherzustellen und den freien Zugang zur Information für alle Bürger des Landes zu gewähren.

Paderborn verfügt über eine ausgezeichnete Bibliotheksinfrastruktur. Das zeigt auch der aktuelle BIX: Sowohl die Universitätsbibliothek Paderborn als auch die Stadtbibliothek Paderborn gehören bundesweit zu den 10 besten Bibliotheken in ihrer Kategorie.

Bei den teilnehmenden Öffentlichen Bibliotheken in Städten über 100.000 Einwohnern hat die Stadtbibliothek Paderborn insgesamt den 6. Platz errungen. Die Universitätsbibliothek Paderborn erzielte in der Gruppe der Bibliotheken einschichtiger Bibliothekssysteme unter 35 Vergleichsbibliotheken den 9. Rang. Im NRW-Landesvergleich belegt die Universitätsbibliothek den 3. Platz und die Stadtbibliothek den 1. Platz.

BIX - der Bibliotheksindex führt Kennzahlen aus 257 deutschen und österreichischen Bibliotheken in einem gemeinsamen Datenindex zusammen - ähnlich wie sein berühmter Namensvetter, der Deutsche Aktienindex DAX. 177 Stadt- und 80 Hochschulbibliotheken in acht Größenklassen liefern ihre Daten für das Ranking des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv). Durch den Leistungsvergleich lernt eine Bibliothek, ihre Stärken und Schwächen besser einzuschätzen, und erhält Anregungen für Qualitätssteigerungen.

Das gute Abschneiden der beiden Bibliotheken ist unter anderem das Ergebnis der konsequenten Ausrichtung ihrer Angebote und Serviceleistungen an den Bedürfnissen und Anforderungen ihrer Kundinnen und Kunden. Hervorragende Öffnungszeiten und die Tatsache, dass die Nutzung und die Ausleihe von Büchern in beiden Bibliotheken kostenlos ermöglicht werden, erhöhen ihre Attraktivität.

Die Stadtbibliothek hat, gemessen an der Größe der Stadt, einen verhältnismäßig kleinen Medienbestand (1 Medium pro Einwohner) und liegt damit unter dem Durchschnitt. Dieser Bestand aber ist extrem aktuell und kundenorientiert. Beeindruckend ist die Zahl der Entleihungen im Verhältnis zum Gesamtbestand. Im Durchschnitt wurde jedes der ca. 145.000 Medien der Stadtbibliothek Paderborn 6,1 mal ausgeliehen.

Die Universitätsbibliothek hat primär die Aufgabe, die ca. 15.000 Mitglieder und Angehörige der Universität Paderborn mit wissenschaftlicher Literatur und Information zu versorgen. Doch ihre Türen stehen nicht nur den Studierenden und Wissenschaftlern offen: Auch Interessierte aus Stadt und Region Paderborn können die Bibliothek jederzeit nutzen. Im vergangenen Jahr haben ca. 3.600 'externe' Kundinnen und Kunden Medien aus dem Bestand der Universitätsbibliothek entliehen. Insgesamt registrierte die Universitätsbibliothek 2008 etwa 1,2 Mio. Bibliotheksbesuche, im Durchschnitt zählte sie mehr als 4.200 Besucherinnen und Besucher pro Tag, an manchen Wochentagen sogar über 7.000. Es wurden knapp 2 Millionen Entleihungen getätigt.

Die aktuellen Ergebnisse des BIX belegen, dass in Paderborn die ständige Qualifizierung der Bibliotheksmitarbeiterinnen und -mitarbeiter einen hohen Stellenwert einnimmt: Hier erreicht die Universitätsbibliothek mit 2,9 Tagen pro Mitarbeiter den höchsten Wert aller nordrhein-westfälischen Hochschulbibliotheken. Die Stadtbibliothek bietet die höchste Fortbildungsquote pro Mitarbeiter bundesweit.

Der Vergleich zeigt aber auch, wo Ressourcen zu knapp bemessen sind oder wichtige Rahmenbedingungen nicht stimmen. Ein Paderborner Problem ist die geringe Publikumsfläche - hier besteht akuter Aufholbedarf sowohl bei der Universitätsbibliothek als auch bei der Stadtbibliothek.

Er­geb­nis­se 2008

Erneuter Leistungserfolg für die UB Paderborn - eine der zehn besten Universitätsbibliotheken in Deutschland!

Die Universitätsbibliothek (UB) Paderborn hat im bundesweiten Bibliotheksranking BIX in der Gruppe der Bibliotheken einschichtiger Bibliothekssysteme unter 36 Vergleichsbibliotheken den 8. Rang und im nordrhein-westfälischen Landesvergleich den 2. Platz erreicht.

Der Bibliotheksindex (BIX) erhebt insgesamt 16 Leistungskennzahlen zum Dienstleistungsangebot der Bibliothek und ihrer Ausstattung, zum Erfolg bei ihren Kundinnen und Kunden sowie zum optimalen Einsatz ihrer Ressourcen. Er fasst diese Kennzahlen zu den vier "Disziplinen" Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung zusammen und ermittelt (daraus) schließlich Punktwerte, aus denen sich das Gesamtranking ergibt.

Die UB misst sich seit 2004 - nun zum fünften Mal in Folge - mit anderen Bibliotheken, um ein transparentes Bild ihrer Leistungsfähigkeit und Anhaltspunkte für weitere Qualitätssteigerungen zu erhalten. Die erneut sehr gute Positionierung der UB beruht u.a. auf folgenden Faktoren:

  • Im Bereich "Angebote" besticht die UB wie in den Vorjahren durch sehr lange Öffnungszeiten im Umfang von 107 Stunden pro Woche, die siebtlängsten Öffnungszeiten aller am BIX-WB teilnehmenden Bibliotheken.
  • 52,0 % ihres Erwerbungsetats investiert sie in die Erwerbung und Bereitstellung elektronischer Medien und Dienstleistungen, was deutschlandweit den zweithöchsten Wert darstellt.
  • Einen hohen Stellenwert nimmt die ständige Qualifizierung der Mitarbeitenden ein: hier erreicht die UB mit 2,7 Tagen pro Mitarbeitenden den höchsten Wert aller nordrhein-westfälischen Hochschulbibliotheken.
  • In der Zieldimension "Nutzung" verbesserte die UB ihre Position gegenüber dem Vorjahr von Rang 14 auf Rang 6.

Über die intensive Nutzung der Bibliothek und ihrer Dienstleistungen freut sich der Direktor der UB, Dr. Dietmar Haubfleisch, ganz besonders: "Hier zeigt sich insbesondere, dass innovationsfreudige Strategie und enorme Anstrengungen aller Mitarbeitenden der UB, die Bibliotheksdienstleistungen effizient, kundenorientiert und servicebewusst anzubieten, direkt bei den primären Kundinnen und Kunden der UB, den Studierenden, Lehrenden und Forschenden, der Universität, ausgesprochen gut ankommen. Die Qualität der Bibliothek ist sicher einer von vielen guten Gründen, die für die Wahl Paderborns als Studienort sprechen."

Der Anteil an elektronischen Informationsmedien und Dienstleistungen - eine besonders hohe Beliebtheit bei Lehrenden und Studierenden genießen die elektronischen Seminarapparate der UB - nimmt beständig zu. Dies führt dazu, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zumindest einiger Fachgebiete zwar die von der UB bereitgestellten Medien sehr intensiv nutzen, die Räumlichkeiten der Bibliothek nur noch selten oder gar nicht mehr aufsuchen. Gleichzeitig aber ist eine beständig steigende Nutzung der Bibliothek festzustellen: Die Bibliothek ist voller als je zuvor. 2007 registrierte die UB mehr als 1,25 Mio. Bibliotheksbesuche, im Durchschnitt zählte sie mehr als 5.000 Besucherinnen und Besucher pro Tag, an manchen Wochentagen sogar über 7.000, damit gehört die UB zu den am stärksten frequentierten Orten der Universität. Jeder Hochschulangehörige besuchte durchschnittlich 89 mal die Bibliothek.

Der "Trend zum Arbeiten in der Bibliothek", der u.a. auch im Zusammenhang mit der Umstellung von Studiengängen und Arbeitsbedingungen der Studierenden zu sehen sei, sei, so Dr. Haubfleisch weiter, auch in anderen deutschen und europäischen Bibliotheken zu beobachten: "Bibliotheken bieten verstärkt ortsungebundene Informationsmedien und Dienstleistungen an. Zugleich entwickeln sie sich zu stark frequentierten 'Lernräumen', in denen Studierende gleichermaßen alleine sowie in Kleingruppen lernen und arbeiten können, in denen ihnen gedruckte Bücher und Zeitschriften wie auch Datenbanken, elektronische Kataloge, elektronische Zeitschriften und Bücher, Multimedia-Arbeitsplätze, Internet-PCs und WLAN-Arbeitsplätze, Scanner, Kopierer und Drucker sowie Möglichkeiten der fachlichen Beratung und Betreuung, Schulungsangebote zur Vermittlung von Informationskompetenz und vieles mehr angeboten werden. Um diesem Bedarf adäquat entsprechen zu können, weiterhin zukunftsfähig zu bleiben, bedarf es einer innovativen konzeptionellen Weiterentwicklung der Dienstleistungen der Bibliothek und ihrer Räumlichkeiten."

Daten - Zahlen - Fakten:

Mehr als 1,7 Mio. Medieneinheiten, Zugriff auf ca. 38.000 elektronische Zeitschriften und ca. 1.930 laufende Zeitschriftenabonnements in gedruckter Form, 107 Stunden pro Woche und 345 Tage im Jahr geöffnet, 525 Benutzerarbeitsplätze, mehr als 1,25 Mio. Bibliotheksbesuche, ca. 17.200 aktive Kundinnen und Kunden, über 1,78 Mio. Entleihungen. Öffnungszeiten: Mo - Fr: 07.30 - 24.00 Uhr; Sa - So: 09.00 - 21.00 Uhr

BIX - der Bibliotheksindex:

Die Detailzahlen des BIX, der seit 2005 vom Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) und dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB), dem Netzwerk für überregionale Bibliotheksaufgaben, betreut wird, sind zugänglich unter: www.bix-bibliotheksindex.de.

Er­geb­nis­se 2007

Universitätsbibliothek Paderborn profiliert sich erneut im bundesweiten Bibliotheksvergleich - unter den Top Ten der besten Bibliotheken: "In NRW und OWL die Nase vorn"!

Wie bewähren sich Bibliotheken als Informationsvermittler, Partner für Wissenschaft, Lehre und Studium sowie als Lern- und Arbeitsorte? Zusammen mit der Universitätsbibliothek (UB) Paderborn wollten es 75 Hochschulbibliotheken wissen: Sie stellten sich 2007 erneut dem Leistungsvergleich im Bibliotheksindex für wissenschaftliche Bibliotheken (BIX - WB), dem bundesweiten Bibliotheksranking des Deutschen Bibliotheksverbandes. Die UB Paderborn hat im diesjährigen BIX den achten Platz in der Gruppe der einschichtigen Universitätsbibliotheken und unter den teilnehmenden nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken die beste Platzierung erreicht.

Jede Bibliothek, die am BIX-WB teilnimmt, erhält für ihre Leistungen Punkte in vier "Disziplinen": Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklungspotential. Die Punktwerte werden anschließend zu einem Gesamtranking addiert. Dieses mehrdimensionale Ranking ermöglicht es der Bibliothek, sich auf der Basis von 15 Leistungskennzahlen zu vergleichen und Veränderungen in ihrem Leistungsspektrum periodisch zu analysieren sowie ein differenziertes Bild der eigenen Bibliothek zu erhalten.

Die UB Paderborn hat sich als eine von 76 wissenschaftlichen Bibliotheken, darunter 10 Hochschulbibliotheken aus Nordrhein-Westfalen, an diesem "Ranking" beteiligt und in der Gruppe der Bibliotheken einschichtiger Universitätssysteme mit dem 8. Rang die beste Platzierung unter den teilnehmenden nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken erreicht.

Der Direktor der Universitätsbibliothek, Dr. Dietmar Haubfleisch, hierzu: "Durch den unmittelbaren Leistungsvergleich mit anderen Bibliotheken - dem Benchmarking - können wir unsere eigene Arbeit auf den Prüfstand stellen und herausfinden, wo Qualitätssteigerungen für uns noch möglich sind. Wir freuen uns sehr über unser positives Abschneiden, in dem sich auch die überragende Leistung der (hochmotivierten) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der UB widerspiegelt. Und wir sehen uns in unserem eingeschlagenen Weg starker Kundenorientierung und hoher Innovationsbereitschaft bestätigt."

Besondere Leistungsmerkmale

Wie in den Vorjahren erreichte die UB erneut in der Kategorie "Entwicklungspotential", die Auskunft darüber gibt, wie flexibel die Bibliothek sich aktuellen Entwicklungstrends anpassen kann, und ob sie ausreichende Potentiale für notwendige Veränderungen bereit halten kann, mit dem 7. Rang einen Spitzenplatz. Signifikant ist hier zum Beispiel der Stellenwert, den die ständige Qualifizierung des Personals einnimmt: Beim Indikator "Fortbildungstage pro Mitarbeiter" weist die UB Paderborn mit 3,2 Fortbildungstagen pro Mitarbeiter den mit Abstand besten Wert für Nordrhein-Westfalen auf.

Im Bereich "Effizienz", dem im Alltag eine immer größere Bedeutung zukommt, belegt die UB Paderborn bundesweit einen hervorragenden 7. Platz und im nordrhein-westfälischen Vergleich sogar Platz 1. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die UB sich beim diesjährigen BIX im Bereich "Effizienz" damit sogar um 5 Positionen bundesweit verbessern. Hier zeigt sich die überdurchschnittlich hohe Mitarbeiterproduktivität der UB Paderborn, die in dieser Kategorie den mit Abstand besten Wert für Nordrhein-Westfalen erzielt.

Bei der Frage nach den Ausgaben, die eine Bibliothek für die Bereitstellung von Medien pro Nutzer aufwendet (je niedriger die Ausgaben pro Nutzer ausfallen, desto kosteneffizienter präsentiert sich die Bibliotheksarbeit), zeigt sich die UB Paderborn im bundesweiten Vergleich als die fünfteffizienteste Bibliothek, im nordrhein-westfälischen Vergleich als die "effizienteste Bibliothek".

Im Bereich "Angebote" besticht die UB wie in den Vorjahren insbesondere durch zwei Dinge: Mit 100 Stunden Öffnungszeiten pro Woche weist die UB die fünftlängsten Öffnungszeiten der am BIX-WB teilnehmenden Bibliotheken auf. Und mit einem Anteil von 52,8 Prozent ihres Erwerbungsetats investiert die UB in die Erwerbung und Bereitstellung elektronischer Medien und Dienstleistungen mehr als jede andere teilnehmende deutsche Bibliothek.

Auch bezüglich der Bibliotheksbesuche war 2006 für die UB Paderborn ein gutes Jahr: Erneut konnte sie ihre Besucherzahlen deutlich steigern. So suchten über 1,26 Mio. Kunden die UB persönlich auf. Durchschnittlich besuchten 3.500 Kundinnen und Kunden am Tag - an manchen Wochentagen sogar über 5.100 - die UB und nutzten die zahlreichen Serviceangebote wie Information, (Medien-)Ausleihe und Dokumentlieferung sowie bei der Arbeit vor Ort den Präsenzbestand der UB und die Einzel- und Gruppenarbeitsplätze. An den hohen Besucherzahlen lässt sich ablesen, dass die UB Paderborn ein attraktiver Lern- und Arbeitsort mit einem interessanten Literatur- und Fachinformationsangebot ist. Jeder Hochschulangehörige suchte die Bibliothek durchschnittlich mindestens 87 mal in 2006 auf - und nutzte gleichzeitig das umfangreiche elektronische Angebot der UB.

Optimierungsmöglichkeiten

"Unser gutes Ergebnis ist für uns kein Grund uns auf dem Erreichten auszuruhen", so Dr. Dietmar Haubfleisch. "Wir sehen auch unsere Schwachpunkte und werden unsere erreichte Spitzenposition nur erhalten oder sogar ausbauen können, wenn sich dank der Unterstützung der Hochschule die Ressourcensituation in den nächsten Jahren nachhaltig verbessert, unsere vorhandene Raumnot beseitigt und das Angebot an Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen erweitert werden kann".

Denn mit 443 qm pro 1.000 Nutzer belegt die UB Paderborn beim bundesweiten Vergleich der Publikumsfläche (und damit auch Benutzerarbeitsplätze) nur einen der letzten Plätze (Mittelwert: 781 qm, Maximum: 2.293 qm); bezogen auf die anderen teilnehmenden NRW-Bibliotheken belegt sie sogar den letzten Platz.

Bei dem Indikator "Bibliotheksmitarbeiter pro 1.000 Nutzer" weist sie den neuntschlechtesten Wert auf (4,9 Bibliotheksmitarbeiter pro 1.000 Nutzer; Mittelwert: 6,5; Maximum: 13,4), was das Bemühen der Bibliothek erschwert, den Kontakt zu ihren Kundinnen und Kunden - insbesondere durch verstärkte Schulungsangebote - zu intensivieren.

Und bezüglich des Indikators "Ausgaben für Literatur und Information pro 1.000 Nutzer" nimmt die UB Paderborn den achtletzten Platz ein.

Zugang zu über 1,3 Mio. Medieneinheiten - nahezu rund um die Uhr

Die UB Paderborn verfügte Ende 2006 über mehr als 1,3 Mio. Medieneinheiten, ca. 1.930 laufende Zeitschriftenabonnements in gedruckter Form und bot darüber hinaus den Zugriff auf ca. 30.000 elektronische Zeitschriftentitel. Mehr als 16.800 Kundinnen und Kunden der UB tätigten über 1,38 Mio. Entleihungen. Die Bibliothek war 100 Stunden pro Woche, an 344 Tagen des Jahres, geöffnet. Seit Juni 2007 sind die Öffnungszeiten auf 107 Stunden pro Woche (samstags und sonntags nun von 9.00 bis 21.00 Uhr) erweitert.

BIX - der Bibliotheksindex

Die Detailzahlen des BIX, der seit 2005 vom Deutschen Bibliotheksverband (DBV) und dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz) im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (KNB), dem Netzwerk für überregionale Bibliotheksaufgaben, betreut wird, sind zugänglich unter: www.bix-bibliotheksindex.de.

Er­geb­nis­se 2006

UB Paderborn profiliert sich im bundesweiten Bibliotheksvergleich

Die Universitätsbibliothek Paderborn (UB) hat in diesem Jahr zum dritten Mal am Bibliotheksindex für wissenschaftliche Bibliotheken (BIX-WB) teilgenommen und erneut eine gute Platzierung erreicht.

Sie hat sich erneut diesem freiwilligen bundesweiten Leistungsvergleich gestellt, um auf der Basis von Kennzahlen und Vergleichsergebnissen eigene Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können und hierdurch auch Anregungen für ihre künftige Arbeit zu erhalten. Sie tut dieses in dem Bewusstsein, dass exzellente Hochschulen exzellente Bibliotheken benötigen - Dienstleitungseinrichtungen, die die Versorgung der Hochschule, ihrer Forschung und Lehre mit den erforderlichen Informationsmedien gewährleisten -, und dass die Leistungsfähigkeit und das Ansehen der Bibliothek wesentliche Bausteine für die Leistungsfähigkeit und das "Image" einer Hochschule sind.

Insgesamt stellten sich 73 wissenschaftliche Bibliotheken, davon 11 aus Nordrhein-Westfalen, diesem Leistungsvergleich in den Bereichen Angebote, Nutzung, Effizienz und Entwicklung.

In der Gruppe der "einschichtigen Universitätsbibliotheken" erreichte die UB Paderborn Platz 11 von insgesamt 30 in dieser Kategorie verglichenen Bibliotheken. Unter den teilnehmenden nordrhein-westfälischen Bibliotheken nimmt sie den zweitbesten Rang ein.

Im Bereich "Entwicklung" konnte die UB sich um drei Positionen auf den dritten Rang bundesweit verbessern. Bei dem hier eingeflossenen Indikator "Fortbildungstage pro Mitarbeiter" weist sie mit 3,8 Fortbildungstagen pro Mitarbeiter den mit Abstand besten Wert für Nordrhein-Westfalen auf.

Im Bereich "Effizienz", dem angesichts knapper werdender Ressourcen und zunehmender Finanznot der wissenschaftlichen Bibliotheken eine immer größere Bedeutung zukommt, belegt die UB Paderborn bundesweit einen guten 12. Platz und im nordrhein-westfälischen Vergleich sogar Platz 1. Bei der Frage nach den Personalkosten, die eine Bibliothek für die Bereitstellung von Medien pro Nutzer aufwendet - je niedriger die Ausgaben pro Nutzer ausfallen, desto kosteneffizienter präsentiert sich die Bibliotheksarbeit -, zeigt sich die UB Paderborn im bundesweiten Vergleich als die fünfteffizienteste Bibliothek, im nordrhein-westfälischen Vergleich diesbezüglich sogar als die "effizienteste Bibliothek".

Im Bereich "Nutzung" kann erfreulich festgehalten werden, dass die Zahl der Bibliotheksbesuche und die Entleihungen von Informationsmedien im Vergleich zum Vorjahr zugenommen haben.

Im Bereich "Angebote" besticht die UB weiterhin durch ihre umfangreichen Öffnungszeiten (100 Stunden pro Woche) und durch den "Anteil Ausgaben für elektronische Bestände an den Gesamtausgaben für Informationsversorgung"; hier erreicht sie im bundesweiten Vergleich mit 43,8 Prozent den höchsten Wert. Allerdings verhindern wie schon in den Vorjahren die unzureichenden Raumkapazitäten wie die begrenzten Haushaltsmittel eine bessere Positionierung: Mit 469,3 qm pro 1.000 Nutzer belegt die UB Paderborn beim bundesweiten Vergleich der Publikumsfläche (und damit auch Benutzerarbeitsplätze) nur einen der letzten Plätze (Mittelwert: 832,7 qm, Maximum: 2.490,8 qm). Bei dem Indikator "Bibliotheksmitarbeiter pro 1.000 Nutzer" weist sie den siebtschlechtesten Wert auf; dies erschwert das Bemühen der Bibliothek, den Kontakt zu ihren Kunden - insbesondere durch verstärkte Schulungsangebote - zu intensivieren. Und bezüglich des Indikators "Ausgaben für Literatur und Information pro 1.000 Nutzer" nimmt die UB Paderborn den fünftletzten Platz ein.

Die UB Paderborn verfügte 2005 über mehr als 1,3 Mio. Medieneinheiten, ca. 1.900 laufende Zeitschriftenabonnements und bot darüber hinaus den Zugriff auf ca. 26.000 elektronische Zeitschriftentitel und ca. 14.700 elektronische Bücher. Im vergangenen Jahr wurden ca. 1,2 Mio. Entleihungen registriert, die von 16.318 Benutzern getätigt wurden. Die Bibliothek ist 100 Stunden pro Woche geöffnet und steht allen Interessenten kostenlos zur Verfügung. 2005 hatte die UB an 349 Tagen geöffnet.

Er­geb­nis­se 2005

Universitätsbibliothek Paderborn liegt in NRW vorn

Bertelsmann Stiftung und Deutscher Bibliotheksverband (DBV) vergleichen bundesweit die Leistungen der Hochschulbibliotheken

Die Universitätsbibliothek Paderborn hat in einem bundesweiten Leistungsvergleich zwischen wissenschaftlichen Bibliotheken in der Gruppe der einschichtigen Universitätsbibliotheken den 9. Platz von insgesamt 26 in dieser Kategorie verglichenen Bibliotheken und damit die beste Platzierung unter den teilnehmenden nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken erreicht.

Der Bibliotheksindex (BIX) misst in diesem Jahr zum zweiten Mal die Leistungen wissenschaftlicher Bibliotheken hinsichtlich Ressourcen ("Welche Infrastruktur kann die Bibliothek für die Nutzung bieten?"), Nutzung ("Wie werden die angebotenen Dienstleistungen genutzt?"), Effizienz ("Werden die Dienstleistungen kosteneffizient erbracht?") und Entwicklung ("Sind ausreichende Potentiale für notwendige Entwicklungen vorhanden?"). Das mehrdimensionale Ranking ermöglicht den Bibliotheken, sich auf der Basis von Leistungskennzahlen zu vergleichen und voneinander zu lernen. 61 Fachhochschul- und Universitätsbibliotheken aus verschiedenen Bundesländern haben am diesjährigen BIX teilgenommen.

Die UB Paderborn hat in diesem "Ranking" mit dem 9. Rang die beste Platzierung aller teilnehmenden nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken erreicht. Im Bereich "Entwicklung" konnte die UB einen guten 6. Platz belegen, dies zeigt, dass die UB über das Potential verfügt, sich auf aktuelle Entwicklungstrends rasch einzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung elektronischer Bestände - ein Bereich, der zunehmend wichtiger wird. 47 % ihres Erwerbungsetats investiert die UB Paderborn in die Erwerbung und Bereitstellung elektronischer Medien und Dienstleistungen. Das ist in dieser Kategorie mit Abstand der Spitzenwert.

Diesem freiwilligen bundesweiten Leistungsvergleich hat sich die UB gestellt, um eine Standortbestimmung der Bibliothek zu erhalten und auf der Basis von Kennzahlen und Vergleichsergebnissen eigene Stärken und Schwächen besser einschätzen zu können.

Sie tut dieses in dem Bewusstsein, dass exzellente Hochschulen exzellente Bibliotheken benötigen - Dienstleistungseinrichtungen, die die Versorgung der Hochschule, ihrer Forschung und Lehre mit den erforderlichen Informationsmedien gewährleisten - und dass die Leistungsfähigkeit und das Ansehen der Bibliothek wesentliche Bausteine für die Leistungsfähigkeit und das "Image" einer Hochschule sind. Die Hochschulbibliothek kann beispielsweise einer der Faktoren sein, die für künftige Studierende bei der Wahl ihres Studienortes eine entscheidende Rolle spielen.

Die Ergebnisse des BIX wurden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung und des DBV vom Institut für angewandte Sozialwissenschaft (infas) berechnet. Im Sommer dieses Jahres läuft die Förderung des BIX durch die Bertelsmann Stiftung planmäßig aus, und das Projekt wird vom Kooperationspartner Deutscher Bibliotheksverband (DBV) übernommen.

Er­geb­nis­se 2004

Universitätsbibliothek Paderborn im bundesweiten Leistungsvergleich auf vordersten Plätzen

Im erstmals durchgeführten bundesweiten Leistungsvergleich "Bibliotheksindex für wissenschaftliche Bibliotheken (BIX-WB)" liegt die Universitätsbibliothek Paderborn in der Kategorie "einschichtige Universitätsbibliotheken" auf Rang 9 und im NRW-Vergleich auf Platz 2 - nach der UB Bielefeld und deutlich vor den ehemaligen Gesamthochschulbibliotheken Siegen und Duisburg-Essen und der UB Dortmund.

Nachdem in diesem Jahr bereits zum fünften Mal die Leistungen öffentlicher Bibliotheken durch den von der Bertelsmann Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband erhobenen Bibliotheksindex gemessen wurden, sind nun erstmals auch die Leistungen von 50 wissenschaftlichen Bibliotheken (ein- und zweischichtige Universitätsbibliotheken sowie Fachhochschulbibliotheken), die sich diesem bundesweiten Leistungsvergleich gestellt haben, erhoben und verglichen worden.

Gemessen bzw. gewertet wurden die "Zieldimensionen" Ressourcen ("Welche Infrastruktur kann die Bibliothek für die Nutzung bieten?"), Nutzung ("Wie werden die angebotenen Dienstleistungen genutzt?"), Effizienz ("Werden die Dienstleistungen kosteneffizient erbracht?") und Entwicklung ("Sind ausreichende Potentiale für notwendige Entwicklungen vorhanden?").

In den Zieldimensionen Ressourcen, Effizienz und Entwicklung gehört die UB Paderborn bundesweit zu den Top 10 der einschichtigen Universitätsbibliotheken. In der Zieldimension "Entwicklung" liegt sie gar auf Position 2 und im nordrhein-westfälischen Landesvergleich auf Rang 1. In der Zieldimension "Ressourcen" zählt sie bundesweit zu den besten 7 Bibliotheken, im Landesvergleich NRW erreicht sie Platz 2.

Der BIX legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Bereitstellung elektronischer Informationsmedien, da diese für die Studierenden, Lehrenden und Forschenden eine immer zentralere Rolle spielen. Beim entsprechenden Indikator "Anteil Ausgaben für den elektronischen Bestand an den Gesamtausgaben für Informationsversorgung" erreicht die UB Paderborn im bundesweiten Vergleich mit 35,26 Prozent den höchsten Wert aller am Leistungsvergleich teilnehmenden Bibliotheken.

Äußerst positiv schlagen die umfangreichen Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek - mit 100 Stunden pro Woche mit die großzügigsten in ganz Deutschland - zu Buche.

In Zeiten immer knapper werdender Ressourcen und zunehmender Finanznot der wissenschaftlichen Bibliotheken, die einen ausreichenden Erwerb elektronischer und gedruckter Medien für Studium, Lehre und Forschung immer schwieriger werden lässt, kommt einer effizienten Verwendung der finanziellen Ressourcen eine immer größere Bedeutung zu. BIX berücksichtigt u. a. auch die Personalkosten, die eine Bibliothek für die Bereitstellung von Medien pro Nutzer aufwendet: Je niedriger die Ausgaben pro Nutzer ausfallen, desto kosteneffizienter präsentiert sich die Bibliotheksarbeit. Hier zeigt sich die UB Paderborn nach der UB Dortmund im nordrhein-westfälischen Vergleich als die zweiteffektivste Bibliothek. Den Stellenwert, den die ständige Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einnimmt, dokumentiert der Indikator "Fortbildungsstunden pro Mitarbeiter". Hier erreicht die UB Paderborn mit rund 25,1 h den höchsten Wert aller nordrhein-westfälischen Universitätsbibliotheken, im bundesweiten Vergleich belegt sie diesbezüglich Rang 3. Drei gemessene Indikatoren zeigen recht eindrücklich die Problembereiche der UB Paderborn auf: Mit 439 qm pro 1.000 Nutzer verfügt sie über deutlich weniger Publikumsfläche (und damit auch Benutzerarbeitsplätze) als alle weiteren Bibliotheken; unterschritten wird dieser Wert nur noch von der UB Cottbus, die allerdings als Nutzer auch nur über ein Drittel der Studierenden wie Paderborn verfügt. Bei dem Indikator "Bibliotheksmitarbeiter pro 1.000 Nutzer" weist die UB Paderborn den viertschlechtesten Wert auf; dies erschwert das Bemühen der Bibliothek, den Kontakt zu ihren Kunden - insbesondere durch verstärkte Schulungsangebote - zu intensivieren. Den viertletzten Platz nimmt die UB leider auch bezüglich des Indikators "Ausgaben für Literatur und Information pro 1.000 Nutzer" ein, bei dem auffällt, dass alle am BIX-WB teilnehmenden einschichtigen Universitätsbibliotheken des Landes NRW sich in der unteren Hälfte des Rankings befinden. Wenn im BIX insbesondere die Bibliotheken Bayerns und Baden-Württembergs im bundesweiten Leistungsvergleich sehr gut abschneiden, dann liegt dieses zuvorderst daran, dass diese seit Jahrzehnten über deutlich höhere Jahresetats verfügen als die Bibliotheken in NRW und (somit auch) die UB Paderborn.